Rituale
Dschinns: Geschichten und Beschwörungsmöglichkeiten der Geister
Dschinns sind Wesen, entstanden aus einem rauchlosen Feuer, die vor allem im Koran mehrfach erwähnt werden. Was ihr Wesen ausmacht und ob man sie beschwören kann, wird hier im Folgenden beschrieben.
Im Islam sind Dschinns allgegenwärtig. Sie folgen seinen Regeln, setzen aber mit Vorliebe ihren eigenen Willen durch. Das macht sie dem Menschen sehr ähnlich. Es gibt böse und gute Dschinns, typisch für die Geister ist die Vielfältigkeit ihres Charakters: Gut und Böse vermischen sich.
Was sie zusätzlich auszeichnet, ist ihre ausgeprägte Scheu vor Menschen und die Fähigkeit, die Gestalt anderer Lebewesen anzunehmen. Niemand wird im Alltag einfach so auf einen Geist treffen. Ein Zusammenführen erfolgt immer bewusst mit dem Willen, ein Treffen auch wirklich zu provozieren. Doch diese Begegnung sollte wohl überlegt sein.
Einen Dschinn beschwören
Eine Methode bleibt demjenigen doch, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einem dieser Geister begegnen will: Das Sprechen von Beschwörungsformeln. Hierfür können Verse aus dem Koran zitiert werden. Das alleinige Zitieren beschwört aber noch keinen Geist herauf. Erst durch den Einsatz eines Mediums, kann die Beschwörungsformel Anklang finden. Ein Medium bestehend aus den vier Erdelementen Luft, Wasser, Feuer oder Erde. Das Problem ist dabei, dass der Geist durch eine Beschwörung Qualen leiden muss. Eine Kooperation ist daher oft nicht erfolgreich. Beschwört man ein solches Wesen herauf, kann es im schlimmsten Fall sogar Rache an einem nehmen. Ein Tipp: Lieber das Wesen mit Geschenken bestechen und seinen Missmut in Zufriedenheit umwandeln.
Geistergeschichten
Eine der vielen Geschichten über die sagenumwobenen Geister lautet wie folgt: Vor langer Zeit liefen einem Bauern all seine Schafe weg. Während er sie suchte, brach bereits die Nacht an. Plötzlich begegnete er einer verängstigten Frau, die sich scheinbar im Wald verirrt hatte. Die Frau war in Wirklichkeit ein Dschinn, was der Bauer jedoch ahnte. Er versteckte sich und harrte in einem Unterschlupf aus. Der Dschinn bemerkte die bäuerliche Taktik und nahm gleich mehrere Gestalten an. Als der Bauer sein Versteck verließ und sich mit einem vorbei gehenden Menschen unterhalten wollte, merkte er nicht, dass auch dieser kein echter Mensch war. Seit dieser Begegnung wandelt der Bauer geistig verwirrt durch sein Weideland. Auch hier wird klar: Mit einem Dämon ist nicht zu scherzen.

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