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Teezeremonie: Eine Anleitung für zuhause

6. Januar 2011 | Von ChristophHoeveler

Die japanische Teezeremonie ist Meditation, Philosophie, Ritual und Genuss. Der richtige Umgang mit dem Teegeschirr ist bei ihr ebenso wichtig, wie die Konzentration und die geistige Besinnung bei der Ausübung der festgeschriebenen Regeln.

Teeschale, stephcarter©Flickr

Die Teezeremonie ist in ihren einzelnen Schulen und Lehren über Jahrhunderte ausgearbeitet und festgelegt worden und bis heute unverändert. Sie ist ausgesprochen kompliziert hat sehr viel mit der asiatischen Philosophie und mit Meditation zu tun.

Als Zen Ritual, das sowohl der inneren Einkehr als auch dem gesellschaftlichen Leben dienlich ist, müssen bei ihr festgelegte Regeln befolgt werden, die von der genauen Reihenfolge über abgestimmte Bewegungen bis hin zum perfekten Teegeschirr den gesamten Ablauf bestimmen.

Auch in Deutschland werden verschiedene Kurse angeboten, bei der man sie erlernen kann. Möchte man eine Teezeremonie aber erst einmal für sich zu Hause ausprobieren, kann man für den Anfang einigen kleinen Schritten folgen.

Teezeremonie: Was wird benötigt?

  • Wasserkocher
  • Teetisch (Holz oder Ton) mit Auffanggitter und -schale aus Bambus
  • Teekanne
  • Teetassen
  • Duftbecher
  • Untersetzer
  • Teesieb
  • Teeschaufel
  • Teedose
  • loser Tee nach Geschmack
  • Stofftuch

 

Teezeremonie: So wirds gemacht!

1

Ruhe

Damit die geistige Haltung bei der Teezeremonie eingenommen werden kann, sollte man sich einen ruhigen Ort suchen, an dem man sich ganz auf sich selbst konzentrieren kann.

2

Harmonie

Die Innenausstattung dieses Raumes sollte auf das Ritual abgestimmt und harmonisch auf das Auge wirken. Ein schlichter Raum ohne Ablenkungen, vielleicht mit einfarbigen Wandbehängen und Sitzkissen beispielsweise.

3

Gastgeber und Gäste

Der Gastgeber lädt seine Gäste zur Teezeremonie ein und bereitet den Tee auch vor. In dieser Funktion muss man nicht nur auf das Ambiente und die richtige Zubereitung achten, sondern auch auf die Umgangsformen.

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Anordnung

Das Teegeschirr wird so platziert, dass man mit wenigen Bewegungen jeden Schritt leicht ausführen kann.

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Geschirr

Zuerst wird das Teegeschirr angewärmt. Hierzu füllt man die Teekanne mit heißem Wasser, wartet ein paar Minuten und füllt es dann in die Teetassen, damit auch diese angewärmt werden.

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Teeblätter

Die Teeblätter werden mit einer Teeschaufel oder einem Löffelchen aus ihrer Dose in eine Schale gegeben. Man reicht diese Schale seinen Gästen, die sie betrachten (”Teeschauen”) und daran riechen, um so den Geschmack, das Aroma und die Qualität zu erkennen.

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Teeöffnen

Die Blätter werden nun in die Teekanne gegeben und mit heißem Wasser übergossen (”Teeöffnen” oder “Teewaschen”). Man lässt sie fünf Sekunden ziehen.

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Aufbrühen

Je nach Teeart bereitet man Wasser auf die entsprechende Temperatur vor und brüht den Tee auf. Auch die Zeit, die er für das Ziehen benötigt, richtet sich nach der jeweiligen Teeart. Die Gäste sehen sich den Aufguss und dessen Farbe und Klarheit an.

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Einschenken

Der Aufguss wird in die Duftbecher gegeben, die Teetassen werden verkehrt herum darauf gestellt.

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Anbieten

Der Gastgeber schenkt den fertigen Tee ein und bietet ihn zuerst den älteren Gästen und jenen mit einem höheren Rang an.

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Umdrehen

Man hält die Teetasse fest und dreht den Duftbecher vorsichtig um, so dass er umgedreht in der Tasse steht. Hierbei darf nichts verschüttet werden. Wenn man den Duftbecher nun anhebt, kann der Tee aus ihm in die Tasse fließen.

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Duftbecher rollen

Den nun leeren Duftbecher rollt man zwischen den Handflächen, um Energiepunkte zu aktivieren.

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Riechen, trinken, riechen

Man nimmt dann das Aroma aus dem Duftbecher auf. Nach dem ersten Schluck Tee riecht man noch einmal am Becher.

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Unterhaltung

Die Teezeremonie ist eine Form der Meditation. Schwerwiegende Gespräche sollten hier nicht stattfinden. In der Regel unterhält man sich über Tee.

Tipps und Hinweise

  • Bei der Teezeremonie kommt es auf viele Dinge an: Gute Organisation, Gelassenheit, Ausgeglichenheit
  • Bei allen Regeln und Vorschriften sollte man nie vergessen, den Tee zu genießen!



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1 Kommentar

  1. Die Teezeremonie stellt in Japan eine sehr alte Kunstform dar und war fester Bestandteil der Samuraikultur, wobei die Zeremonie in früheren Zeiten zumeist von den Ehefrauen der Samurai und auch der Fürsten durchgeführt wurde. In einer bestimmten Form durchgeführt, wurde die Teezeremonie auch häufig als Liebesbeweis eingesetzt.

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