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Wünschelruten – Wasseradern und Erdstrahlen

12. Januar 2010 | Von Ilga

Wünschelruten sind meist Y-förmige gegabelt und bestehen aus einer Astgabel oder einem gebogenen Draht. Sie dienen dem Aufspüren von Bodenschätzen, Wasseradern und sogenannten Erdstrahlen.

Wünschelrute wikipedia @Rinus

Wünschelruten wurden erstmals im Mittelalter dokumentiert, sollen aber bereits vor Christus bekannt gewesen sein. Die Lehre von den angeblichen Strahlungswirkungen von Bodenschätzen, Wasseradern und Erdstrahlen heißt Radiästhesie.

Wünschelruten – Wünschelrutengänger spüren Erdstrahlen auf

Wünschelruten werden von Rutengängern eingesetzt. Die Wünschelrute wird von den Rutengängern in den Händen gehalten und zeigen durch Bewegung („Ausschlagen) das gesuchte Objekt an. Die Bewegungen treten plötzlich auf und sind nicht willentlich gesteuert. Skeptiker der Wünschelruten-Theorie gehen davon aus, dass die Bewegungen durch eine unbewusste Muskelbewegung ausgelöst wird, die nach längerer, intensiver Anspannung auftritt.

Die Wünschelrutengänger selbst sind davon überzeugt auf sogenannte Erdstrahlen zu reagieren, die von Wasseradern oder geologischen Verwerfungen ausgehen. Physikalisch konnten die Erdstrahlen bisher nicht gemessen werden, sodass davon auszugehen ist, dass es sich nicht um Strahlung im herkömmlichen Sinne handelt.

Wasseradern und Erdstrahlen - Wünschelrute

Wünschelruten schlagen nach Meinungen ihrer Nutzer immer an jenen Orten aus, wo Wasseradern und Erdstrahlen vorkommen. In der Natur finden sich an diesen Stellen vermehrt Ameisenhaufen und auch Steinobstbäume sollen unter Wasseradern und Erdstrahlen leiden, wenn sie darauf gepflanzt werden.

Wünschelrutengänger können die von den Wasseradern ausgehenden Erdstrahlen spüren. Sie glauben, dass unterirdische Flüsse und Bäche wie Adern das Innere der Erde durchziehen. Wenn Erdstrahlen störend auf den Menschen wirken, werden sie auch als Reiz-oder Störzonen bezeichnet. Bei bodenpyhsikalischen Erdstrahlen soll es sich um meist sehr kurzwellige Strahlung handeln, die sich negativ auf das Immunsystem von Lebewesen auswirken soll. Wissenschaftliche Versuche solcher Strahlungswirkungen nachzuweisen, blieben bisher erfolglos.



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