Götter und Göttinnen
Der Gott Apollo oder Apollon
Apoll (auch römisch Apollo oder griechisch: Apollon) ist der Gott des Lichts, der Dichtung und der Musik, des künstlerischen Maßes, der Gesetzmäßigkeit und Ordnung, des Rechts und des Friedens, der Jugend, der Heilkunde und der Weissagung.
Seine Verehrung, als Gott der Sonne, soll eine jüngere Tradition sein, manche der sonst dem Helios zugedachte Taten, werden ihm zugeschrieben. Der Kult des weithin verehrten, für blond und blauäugig angesehenen Apollo soll seine Wurzel im Norden haben.
Apollo - Sohn des Zeus und der Leto einer Tochter der Titanin Phoebe - gilt als Schutzherr der Musen, des Ackerbaus, der Herden und der Schiffahrt, er ist ein Helfer im Kampf, strafender Bogenschütze, Todesgott und Sender der Pest.
Seine Kennzeichen sind eine Krone mit zwölf leuchtenden Strahlen auf goldgelocktem Haupt, ein silberner Bogen in der Rechten, auf den Rücken den Köcher für die Pfeile, in der Linken eine Leier oder mit dem Dreifuß des Sehers und einem dreiköpfigen (Wolf, Hund, Löwe) Untier. In der frühen Kunst unterscheidet sich Apollo, oft bärtig, nur durch seine Abzeichen (Saitenspiel, Lorbeer) von anderen Göttern; häufig trägt er das lange Kleid des Kitharaspielers, gern in Begleitung der neun Musen, oder den Krummstab des Hirten. Später wird Apollo meist als nackter Jüngling dargestellt.
Geweiht ist Apollo die Palme, unter der er geboren wurde, außerdem die Tamariske, der Lorbeer und der Ölbaum.
Aus der Tierwelt sind der Schwan, ein Sinnbild des Hellen und Hoheitsvollen, dessen sagenhafter Schwanengesang dem Erfinder der Musik würdig ist und die zirpend musizierenden Heuschrecken ihm heilig, außerdem Rabe/Krähe, Geier, Habicht, Hahn, Delphin, Schlange und Wolf. Ihm ist außerdem das Helikongebirge in Böotien geweiht.
Am Tempel des Apollo in Delphi standen die Worte „Nichts zuviel” und „Erkenne dich selbst”.
Dieser Tempel „wurde aus reinem Prasem erbaut, um den Priestern die notwendige Ruhe für eine gerechte Urteilsbildung zu ermöglichen.”

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Apollon war so bedeutend, dass - wie Platon schrieb - “die sieben Weisen” (eine Gruppe altgriechischer Philosophen) eine Erstlingsausgabe ihrer Schriften dem Apollon in seinem Tempel in Delphi dargebracht hatten. Von einem dieser Weisen, Chilon, stammte die Weisheit “Erkenne dich selbst” . Diese Worte am Tempel waren nicht bloß als Begrüßung zu verstehen, sondern als Rat des Gottes Apollon - ein sehr weiser Rat!
[...] Glaubenssystemen wie zum Beispiel den griechischen Gott Zeus, den römischen und griechischen Gott Apollo, den ägyptischen Gott Osiris, den nordischen Gott Thor oder den römischen Liebesgott Amor. Im [...]